Wir fordern die Überarbeitung des
Schulfahrtenerlasses von 2016!
Der geltende Schulfahrtenerlass des Saarlandes stammt aus dem Jahr 2016.
In seiner aktuellen Form bildet er die tatsächlichen Kostenstrukturen nicht mehr ab. Insbesondere die drastisch gestiegenen Ausgaben in nahezu allen Bereichen – von Energie über Personal bis hin zu Lebensmitteln – werden nicht berücksichtigt. Dies führt dazu, dass Schullandheime gezwungen sind, alternative Wege zu finden, um wirtschaftlich arbeiten zu können.
Gleichzeitig nutzen Schulen häufig ihre Fördervereine, um den Erlass zu umgehen – mit dem Ziel, flexibler auf die tatsächlichen Kosten reagieren zu können. Dadurch wird allerdings die ursprüngliche Intention des Erlasses unterlaufen: einen sozialverträglichen und einheitlichen Zugang zu Klassenfahrten für alle Kinder zu ermöglichen.
Der Erlass sieht außerdem ausdrücklich vor, dass saarländische Schulen vorrangig saarländische Schullandheime nutzen sollen. Auch diese Regelung wird in der Praxis zunehmend umgangen – sei es aus organisatorischen, preislichen oder formalen Gründen.
Für die regional verankerten Bildungsstätten bedeutet dies einen deutlichen Verlust an Planungssicherheit und Perspektive.
Wir plädieren daher für eine grundlegende Überarbeitung des Erlasses in enger Abstimmung mit dem Landesverband saarländischer Schullandheime sowie den Lehrerverbänden. Ziel sollte es sein, eine realitätsnahe, sozial ausgewogene und tragfähige Grundlage für Klassenfahrten zu schaffen – mit klaren, praxisnahen Regelungen und regelmäßiger Anpassung an die Kostenentwicklung.
